Wärme, Strom und umweltschonende Mobilität zusammenbringen

Wärme, Strom und umweltschonende Mobilität zusammenbringen: Das ist das Konzept der Energiegenossenschaft Weilerwärme aus Pfalzgrafenweiler im Schwarzwald.
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put the methane pellet granules inside the pellet stove

Wärme, Strom und umweltschonende Mobilität zusammenbringen

Wärme, Strom und umweltschonende Mobilität zusammenbringen: Das ist das Konzept der Energiegenossenschaft Weilerwärme aus Pfalzgrafenweiler im Schwarzwald.

Ziel eigenes Stromnetz

Die Genossenschaft hat schon begonnen, Mitglieder über ein eigenes Stromnetz zu versorgen. Eine 99 kWp- Anlage versorgt die Schule, Schwimmbad, Sporthallen, Rathaus und Sozialstation. Auch auf der ehemaligen Erddeponie ist eine 400 kwp Anage installiert. Sie liefert im Sommer, wenn das Gas-BHKW nicht läuft, Strom über das eigene Netz an die gemeindeeigenen Gebäude. So kann die Weilerwärme zusammen mit dem BHKW ganzjährig Strom liefern.

Die Genossenschaft könnte Pfalzgrafenweiler komplett mit Wärme, Strom und Mobilität versorgen – und dies günstiger als der übliche Marktpreis. Die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch und das teure öffentliche Netz erschwert die Pläne. Deshalb arbeitet die Genossenschaft an einem langfristigen Zukunftsprojekt – das eigene Stromnetz. Beim Ausbau des Wärmenetzes lässt die Genossenschaft gleichzeitig Stromkabel verlegen. So wächst im Ort ein autarkes Stromnetz.

Start mit Nahwärme

2007 hat die Weilerwärme mit dem Bau des Nahwärmenetzes begonnen, um unabhängig von fossilen Brennstoffen und fremden Konzernen zu werden. Mittlerweile ist das Leitungsnetz auf über 45 Kilometer gewachsen und versorgt mit 722 Hausanschlüssen über 1500 der knapp 2000 Haushalte sowie die kommunalen Gebäude mit Nahwärme, Tendenz wachsend. 87 Prozent der Wärme wird regenerativ über nachwachsende Rohstoffe erzeugt, über eine Biogasanlage, ein Holzhackschnitzel-Kraftwerk und – im Winter – mehrere Kessel mit Holzhackschnitzeln und Holzspänen. Seit 2011 ist Pfalzgrafenweiler das größte Bioenergiedorf Baden- Württembergs und vermeidet jährlich 5000 Tonnen klimaschädliches CO2.

Strom, Wärme und umweltschonende Mobilität

Die Energiegenossenschaft Weilerwärme arbeitet an einem unabhängigen, nachhaltigen und umweltschonenden Gesamtkonzept in der Energiegewinnung und –versorgung. Ihr Ziel ist es, die Gemeinde vollständig mit Nahwärme und regenerativer Energie zu versorgen.

Auf E-Mobilität kam der Vorstand, um den überschüssigen Strom aus den Blockheizkraftwerken (BHKW) und Solaranlagen der Genossenschaft zu nutzen, wenn der Bedarf gering ist. Für die Gas-BHKWs, die in der Grundlast der Wärmeversorgung mitlaufen, erhält die Genossenschaft nur drei Cent für die Einspeisung. Da bot es sich an, den Strom selbst als Ladestrom für die Elektro-Fahrzeuge zu nutzen. Elektrofahrzeuge eignen sich gut zur Stromspeicherung, weil sie eine hohe Batteriekapazität haben und schnell geladen werden können. Bei acht der zehn Fahrzeuge von WeilerMobil beträgt die Ladezeit maximal zwei Stunden.

Das rechtliche Konstrukt für die Stromlieferung ist eine Eigenstrom GbR, an der die Genossenschaft ebenso Mitglied ist wie Firmen und Privathaushalte. Der Strom, den die Mitglieder der Eigenstrom GbR beziehen, ist Eigenverbrauch mit einer geringeren EEG-Umlage und ohne Stromsteuer.

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